Alle Kulturtipps in der Übersicht

Versinkender Würfel, Forstgarten Kleve, 1993, Edelstahl, Kantenlänge je Würfel 100 cm

„Klare Kante“ lautet der Titel der Ausstellung des in Kleve lebenden Künstlers Günther Zins, dem das Gustav-Lübcke-Museum ab 25. November 2018 eine umfangreiche Ausstellung widmet. Zu sehen sind rund 40 ausgewählte Arbeiten des in der Tradition der Konstruktivisten stehenden Bildhauers, dessen Werk durch die Linie geprägt ist.

© Beethoven-Haus Bonn

1819, vor genau 200 Jahren hat Ludwig van Beethoven mit der Komposition der 33 Veränderungen C-Dur über einen Walzer von Anton Diabelli op. 120 begonnen. Das Beethoven-Haus Bonn besitzt hierzu zahlreiche Quellen und konnte 2009, vor genau 10 Jahren Beethovens Werkstatt-Manuskript erwerben, um es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

© Trustees of the Paolozzi Foundation, Licensed by/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018

England gilt als Wiege der Pop Art und hat zahlreiche ungewöhnliche Positionen zu dem Phänomen der damals wahrlich umwälzenden neuen Kunstrichtung hervorgebracht. Neben Motiven aus dem Alltag ist es vor allem die Idee der Kunst für Alle. Meisterwerke massenhaft entstehen durch das Medium der Druckgrafik, durch Auflagenkunst und Multiples.

Foto: Matthias Jung

Holm möchte selbstbestimmt sterben – nicht seinem Ende entgegen vegetieren. Vom gefassten Plan, in der Schweiz Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen, weiß bislang bloß noch niemand. Auch darüber, dass er todkrank ist, hat Holm vorerst nur mit seiner Ex-Frau und Ärztin Ella gesprochen. Bei einem letzten gemeinsamen Essen im Ferienhaus am See will er nun die wichtigsten Menschen in seinem Leben zusammenführen, reinen Tisch machen und sich verabschieden.

Foto: Thilo Beu

In seinem MENSCHENFEIND erzählt Molière die komische Tragödie eines Idealisten, der mit seiner Moral an seiner Umgebung scheitern muss. Der Text ist ein Wunder an psychologischer Klarsicht, realistischer Gesellschaftsanalyse, an glanzvollen Gesprächen und existentiellen Wortgefechten. Hans Magnus Enzensbergers Übersetzung ist ein intellektuelles und lyrisches Kunstwerk. Er verkürzt Molières Alexandriner in knappe Verse und verlegt die Geschichte rigoros in die Endphase der Bonner Republik: Dabei parodiert er nicht den pseudointellektuellen Jargon der Schickeria-Gesellschaft mit wütender Prosa, sondern übersetzt ihn in schöne, leichte Verse, füllt den klassischen Endreim mit jeder Menge Humor und bringt tote Sprache zum Tanzen, die so zum besonderen Vergnügen dieser Geschichte von heilloser Liebe und unheilbarem Menschenhass wird.

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