Kolja Blacher spielt Brett Deans "Electric Preludes"

Kolja Blacher (kolja-blacher.com)
Kolja Blacher (kolja-blacher.com)
WDR 3 Kulturtipp: 

Einst spielten sie gemeinsam bei den Berliner Philharmonikern: Mit dem australischen Bratscher und Komponisten Brett Dean verbindet „Artist in Residence“ Kolja Blacher eine lang­jährige Künstlerfreundschaft.

Die Verbindung blieb auch bestehen, nachdem sich beide 1999 aus dem illustren Klangkörper verabschiedet hatten. 2013 brachte Kolja Blacher gemeinsam mit dem Münchner Kammerorchester Brett Deans „Electric Preludes“ zur Deutschen Erstaufführung und lernte dafür sogar ein neues Instrument: Die sechssaitige elektrische Violine fordert dem Geiger ganz ungewohnte Spielweisen ab, beschert dafür aber ein enorm erweitertes Ton- und Klangspektrum. Brett Deans impulsreiche, vibrierende Musik fängt den Hörer mit ihrem ganz unmittelbaren Klangreiz ein, der sich keineswegs nur Freunden der Neuen Musik erschließt.

Kolja Blacher und sein vertrauter Duo-Partner Clemens Hagen eröffnen das Konzert mit Maurice Ravels Sonate für Violine und Violoncello, in der sich der große Impressionist ungewöhnlich konstruktiv und spröde gibt. Am Ende steht die 15. (und letzte) Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch in einer Bearbeitung des russischen Pianisten Viktor Derevianko. Der heute in Tel Aviv lebende Musiker legte sein konzentriertes, konturenscharfes Arrangement dem Komponisten 1972 noch selbst vor – und durfte stolz feststellen, dass Dmitri Dmitrijewitsch nichts daran auszusetzen fand.

Kolja Blacher & Friends

7. Kammerkonzert

Maurice Ravel
Sonate für Violine und Violoncello
Brett Dean
„Electric Preludes” für elektrische Violine und Streicher
Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 15 op. 141
in der Bearbeitung für Kammerensemble von Viktor Derevianko

So 19. April 2015, 19.00 Uhr
Theater am Marientor

Karten: duisburger-philharmoniker.de