Ausstellung zur Bildhauerin Wiebke Siem im Lehmbruck Museum Duisburg

Impression von der Ausstellung | © Wiebke Siem, Foto: Annette Kradisch
Impression von der Ausstellung | © Wiebke Siem, Foto: Annette Kradisch
WDR 3 Kulturtipp: 

Mit einer großen Einzelausstellung stellt das Lehmbruck Museum die Bildhauerin Wiebke Siem (*1954 in Kiel, lebt in Berlin) vor, deren in nahezu drei Jahrzehnten entstandenes Oeuvre vor kurzem mit dem renommierten Kaiserring Goslar geehrt worden ist.

Der motivische Fokus liegt auf „Erinnerung“ und „Heimat“: Siems Werk kann im weitesten Sinne als narrativ bezeichnet werden, da es erzählerische Momente und Erinnerungen wecken kann. Ein wichtiges Thema ist ihr dabei die Kindheit, die für uns alle untrennbar mit Heimat verbunden ist. Ganz besonders, wenn sie verloren scheint, gilt das, was einmal Jean Paul formuliert hat: „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“ Heimat wird so verstanden als „das verlorene Paradies“.

Wiebke Siem thematisiert „Heimat“ und „Vergangenheit“ als Formen der Erinnerung, die wir mehr oder weniger miteinander teilen, und spiegelt damit den Verlust einer Lebensform, in der Handwerk, Familie und Heimat verschmolzen. Den utopischen Moment ihrer Arbeit – so formuliert es Penelope Curtis, Direktorin der Tate Gallery – bildet dabei Siems Hoffnung, dass künstlerisches Schaffen und die Wiedererfindung der Welt noch eine Rolle spielen, unsere Imagination beleben und unser innerstes Selbst darstellen.

Erstmals werden zudem umfassend Siems Zeichnungen präsentiert, die ihr als Inspirationsquelle dienen und ihr eigenständiges bildhauerisches Denken veranschaulichen können.

Laufzeit: 7. März bis 19. April 2015
Im Rahmen der Duisburger Akzente

Lehmbruck Museum Duisburg
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47051 Duisburg
Deutschland