Preisgekrönte Pianistin Ragna Schirmer auf Schloss Morsbroich

Ragna Schirmer | Bildrechte: Robert Daemmig
Ragna Schirmer | Bildrechte: Robert Daemmig
WDR 3 Kulturtipp: 

Ragna Schirmer, eine der international renommiertesten Pianistinnen unserer Zeit, hat in Leverkusen u.a. mit Bachs „Goldberg-Variationen“  und Beethovens  Erstem  Klavierkonzert begeistert. 1972 in Hildesheim geboren, studierte sie ab 1991 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover in der Klasse von Prof. Karl-Heinz Kämmerling sowie seit 1993 bei Prof. Ringeissen in Paris. 1995 erhielt sie ihr Diplom mit Bestnote, 1999 schloss sie ihre Solistenausbildung mit dem Konzertexamen ab. Gleich zweimal gewann sie den Leipziger Bachwettbewerb (1992 und 1998) und sorgte mit den „Goldberg-Variationen“ für ein bemerkenswertes  CD-Debüt.  Für ihre von der Kritik hochgeschätzte Einspielung der Klaviersuiten von Georg Friedrich Händel erhielt sie 2009 ihren zweiten „ECHO Klassik“ und wurde zudem 2012 mit dem Händel-Preis der Stadt Halle geehrt. Insgesamt belegen fünfzehn erste Preise und Sonderpreise bei nationalen und internationalen Wettbewerben  die beeindruckende Laufbahn der Pianistin.

Ragna Schirmer konzertiert in den wichtigsten Sälen in Europa, China und Neuseeland sowie bei renommierten Festivals wie dem Heidelberger Frühling (Artist-in-Residence 2010), dem Beethovenfest Bonn und den Salzburger Festspielen. Sie musizierte u.a. mit Zubin Mehta, Sir Roger Norrington, Kurt Masur, Sir Neville Marriner, Herbert Blomstedt und trat mit Klangkörpern wie den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen  Symphonie-Orchester  Berlin, Orchestre National  de France, Gewandhausorchester   Leipzig  und der Academy of St. Martin in the Fields auf.

In Leverkusen erkundet sie im Rahmen des Saisonthemas „Spiel ohne Grenzen?“ bei Händel, Haydn, Beethoven und Corigliano den kompositorischen Umgang mit Ordnung und Freiheit, mit Formenstrenge und Improvisation, mit Thema und Variation – ein so spannendes wie kontrastreiches Spiel mit und ohne Grenzen. Beethovens Fantasie op. 77 etwa ist eine gleichsam auskomponierte Improvisation, während John Corigliano in seiner „Fantasia on an ostinato“ den Spieler selber mittels Zufallsverfahren an der Werkentstehung beteiligt: Die Motive werden unterschiedlich zusammengewürfelt, so dass das Stück bei jedem Spiel neu entsteht.

Ludwig van Beethoven Fantasie g-moll op. 77
Georg Friedrich Händel Orgelkonzert F-Dur „Kuckuck und Nachtigall“ HWV 295
Joseph Haydn Variationen f-moll Hob. XVII:6
John Corigliano „Fantasia on an ostinato“ (aus Beethoven 7. Sinfonie)
Ludwig van Beethoven Sonate c-moll op. 111

Termin: Donnerstag, 29.01.2015 - 19:30 Uhr - Schloss Morsbroich (Spiegelsaal)

Web: www.kulturstadtlev.de