Alle Kulturtipps in der Übersicht

"Fidelio" Szenenfoto (Foto: Matthias Jung)

Beethovens einzige Oper behandelt eine nach wie vor aktuelle Problematik: Wie utopisch ist der Glaube an die Kraft der Liebe und Humanität in einer Welt der Gewalt und Machtbesessenheit? Die mutige Leonore bricht als Mann verkleidet auf, um ihren Florestan aus dem Gefängnis zu befreien – die Handlung basiert auf einer wahren Begebenheit, die schon vor Beethoven mehrfach von französischen und italienischen Komponisten auf die Bühne gestellt wurde.

Als Ausdruck patriotischer Gesinnung setzte sich ab 1900 der Matrosenanzug bei Kindern und Jugendlichen durch (© LVR-Industriemuseum)

Eine nie gekannte Modernisierung aller Lebensbereiche hielt die Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Atem und die Mode war ein Ausdrucksmittel dieser Veränderungen: Korsetts, Schleppkleider und große Hüte wurden abgelöst von Hängekleidchen und Bubikopf. Die Ausstellung „Die Macht der Mode. Zwischen Kaiserreich, Weltkrieg und Republik“ des LVR-Industriemuseums zeigt in der Textilfabrik Cromford, wie sich die Kleidung über die ersten drei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts veränderte.

V.l.n.r.: Benjamin Höppner, Birgit Walter, Margot Gödrös | Foto: David Baltzer (baltzer@zenit-online.de)

Fieberhaft beginnt Sabine nach ihrem Sohn zu suchen und stößt bald schon auf eindeutige Hinweise. Alles passt ins Bild. Und sind nicht auch die Medien voll von Geschichten von jungen Männern mitten aus der Gesellschaft, die beschließen, ihrem westlichen Leben ein Ende zu bereiten, um fern ihrer alten Heimat in den Heiligen Krieg zu ziehen ? Alleine kann sie nichts ausrichten, das wird Sabine schnell bewusst, und ihr fällt nur eine Person ein, die ihr bei der Suche nach Philipp helfen könnte: ihre neue Nachbarin. Die kommt doch aus Syrien. Oder dem Irak. Oder Iran. Oder Afghanistan. Daher jedenfalls.

Tänzerinnen und Tänzer, Zirkuskapelle FOTO: Hans Jörg Michel

"Er war ein glänzender Reiter und ging ... zum Zirkus!“ – Mit diesen Worten lüftet Mister X das Geheimnis seiner Herkunft und schnell ist klar: Geschichten wie diese wurden auf der Operettenbühne so oder ähnlich schon oft erzählt. Aber noch nie zuvor hatte ein Komponist sie im Zirkus angesiedelt, jenem Ort der Spiele, Verkleidungen, Clowns und Akrobaten, der auch für die Theaterbühne jede Menge Atmosphäre schafft.

Yvonne Roeb, Käfer, 2009, Gips, Harz, Lack, © Künstlerin, Foto: Joachim Schulz

Mit ihrer Installation Divine Beast überführt die junge Bildhauerin Yvonne Roeb die architektonische Grundstruktur des Baukörpers in ein Denkmodell. Hierfür bildet die Künstlerin den Stahlrahmen der Glashalle im Maßstab 1:20 nach und arrangiert ihre Skulpturen in diesem dreidimensionalen „Rahmen“.

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