Alle Kulturtipps in der Übersicht

Racines du Temps (Foto: Veranstalter)

Kammermusikalische Feinarbeit und orchestrale Wirkungen: Ein Septett bringt sieben Solisten ›auf einen Streich‹ zusammen. Kammermusik mit der Tendenz zur Kammerorchester-Musik. Die Racines du Temps bei den Brühler Schlosskonzerten – ein Debüt-Konzert, das eine spannende Erstbegegnung zu werden verspricht.

v.l.n.r.: Jonathan de Weerd, Kay Keßler, Flavius Petrescu, Berten Claeys, Hilma Schultz, Bernhard Petz, Isabelle van de Wiele, Ansgar Brinkmann, Cecilie Marie Schwagers, Konrad Balint, Ai Kohatsu (Foto: Matthias Stutte)

„Scandic Blech – Kammermusik für Blechbläser aus dem hohen Norden“ – unter diesem Titel laden die Blechbläser der Niederrheinischen Sinfoniker  zum 4. Kammerkonzert ein. Ideengeber für das Konzert sind die Geburtstage der beiden wichtigen skandinavischen Komponisten Jean Sibelius und Carl Nielsen, die sich 2015 zum 150. Mal jähren.

Martin Schläpfer: ein Wald, ein See – Boris Randzio, Ann-Kathrin Adam (Foto: © Gert Weigelt)

Martin Schläpfer hat einen musikalisch vielschichtigen Abend konzipiert: Er beginnt mit seinem neuen Ballett „verwundert seyn – zu sehn“ zu Klaviermusik von Franz Liszt und Alexander Skrjabin. Es folgt ein Stück, das zum Hörerlebnis wird, obwohl es gänzlich auf Musik verzichtet: „Moves – A Ballet in Silence“, Jerome Robbins‘ neoklassisches Meisterwerk aus dem Jahre 1959. Der Abend schließt mit Schläpfers Stück „ein Wald, ein See“, das der Ballettdirektor 2006 für das ballettmeinz entwickelte und das in eine archaische Welt voll wilder und poetischer Dunkelheit führt.

Razvan Stoica (Foto: Veranstalter)

Das 2010 gegründete Kammerorchester „Kamerata Stradivarius“ fasziniert nachhaltig. Mit ihren Konzerten spielen sich die herausragenden Musiker in die Herzen der Zuhörer, sie begeistern mit ihrer wunderbaren Programmgestaltung bekannter Werke von Fritz Kreisler, Gabriel Fauré, Niccolò Paganini und Astor Piazzolla. Razvan Stoica ist auch deutschen Klassikfreunden längst ein Begriff: Seine Konzerte sind großartige Erlebnisse, sein Spiel füllt die Säle, sein Charisma fesselt und verzaubert.

Schauspielhaus Bochum (Foto: Jürgen Landes)

In ihrem Stück „Leas Hochzeit“, dem ersten Teil eines dreiteiligen Familienepos‘, das Anfang der 1980er Jahre entstand, entfaltet die niederländische Autorin Judith Herzberg mit hintergründigem Humor und mittels eines feinen Gewebes flüchtiger Begegnungen und Gesprächsfetzen das Panorama einer niederländischen Familie. Auf der Feier kreuzen sich alte und neue Beziehungen, familiäre und freundschaftliche Zusammenhänge, Erinnerung und Gegenwart.
Der Holocaust, den die 1934 geborene Dichterin wie ihre Figuren überlebt hat, bildet dabei den traumatischen Fluchtpunkt.

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