WDR 3 Kulturpartner - Das Konzept

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Partnerschaft für mehr Kultur
Die WDR 3 Kulturpartnerschaften wurden im Jahre 2000 von Prof. Karl Karst, dem Programmchef des WDR-Kulturradios WDR 3, als erstes dauerhaftes Partnerschaftsnetzwerk zwischen Kulturträgern und ARD-Rundfunkanstalten entwickelt und ins Leben gerufen. Heute gehört es zu den aktivsten Kulturnetzwerken in Deutschland.

Unter dem Motto "Partnerschaft für mehr Kultur" arbeitet das Kulturradio WDR 3 mit 85 Kultureinrichtungen und Organisationen zusammen. Etwa 25 wechselnde, punktuelle Partnerschaften ergänzen das Netzwerk pro Jahr.

"Kern des Konzepts", erläutert der Initiator der Kulturpartnerschaften, WDR 3 Programmchef Prof. Karl Karst, "ist die dauerhafte, unentgeltliche Kooperation der Kulturträger des Landes zugunsten einer besseren Nutzung und Verbreitung ihrer Programmangebote. Ziel ist eine möglichst direkte Zielgruppenwerbung für die Veranstaltungen der Kulturpartner ohne Belastung ihrer Etats. Dabei entsteht gleichzeitig ein Imagetransfer, der für beide Seiten von Gewinn ist. Durch mögliche Auslastungssteigerungen bei den Partnern führt sie in positiven Fällen auch zu wirtschaftlich spürbaren Ergebnissen - und beim Publikum zu einer deutlich größeren Information über die Kulturangebote des Landes."

WDR 3 informiert in regelmäßigen Programmhinweisen über die Veranstaltungen seiner Kulturpartner; die Kulturpartner weisen in ihren Publikationen und Räumen auf WDR 3 hin. Der Sender erhält die Möglichkeit zur Präsentation von Informationsmaterialien und begleitet einzelne Auftritte seiner Partner. Kulturelle Kooperationsprojekte - wie das Kulturpolitische Forum - gehören ebenfalls zu den Möglichkeiten der Partnerschaft.

Als einziges Kulturvollprogramm Nordrhein-Westfalens, als einer der größten Musikveranstalter des Landes und als kultureller Vermittler in NRW entwirft WDR 3 mit dem Konzept der Kulturpartnerschaft ein Modell der Gemeinsamkeit. "Ohne neue Kooperationen wird das Kulturangebot der Kommunen und Länder in der Zukunft nicht mehr aufrecht zu erhalten sein", so Karl Karst. Kein anderes Medium erreicht die Zielgruppe der Kulturinteressierten eines Landes so gut wie das öffentlich-rechtliche Kulturradio. Private Kulturradios gibt es nicht.

Seit dem Start des Kulturpartnerschaftsmodells hat sich die finanzielle Situation der Kommunen und Länder noch einmal dramatisch verschlechtert. Motiv des Partnerschaftskonzeptes ist es, angesichts immer geringer werdender Eigenmittel neue Möglichkeiten gegenseitiger Unterstützung zu eröffnen und die jeweils vorhanden Medien für die eigene Werbekraft der Kultur zu nutzen. Angesichts schrumpfender Etats wird es immer wichtiger, durch Werbung keine Mittel zu binden, die der künstlerischen Produktion vorbehalten bleiben müssten.

Gemäß der Gesetzeslage sind Kulturpartnertrailer deutlich von der redaktionellen Programmtätigkeit in WDR 3 getrennt. "Es kann durchaus vorkommen, dass wir eine Veranstaltung, auf die wir in unseren Spots hingewiesen haben, in einer Rezension stark kritisieren", sagt WDR 3-Programmchef Karst. "Die Programm-Redaktionen arbeiten eigenständig und unabhängig von der Trailerredaktion."