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Veit Stratmann | Essen

Foto: Jens Nober
Foto: Jens Nober
WDR 3 Kulturtipp: 

7. Juli bis 27. Oktober 2019


Veit Stratmann reagiert in seinen raumbezogenen Arbeiten auf die Architektur und Funktion öffentlicher Gebäude und Plätze. Seine Objekte und Installationen geben sich dabei oftmals nicht sofort als künstlerische Interventionen zu erkennen. Auf Einladung des Museum Folkwang hat der Künstler für die Zwischenräume des Neubaus (Foyer, Hofumgänge, Übergänge zwischen Neubau und Altbau) ein Werk realisiert, das den Besucherinnen und Besuchern alternative Erfahrungen des Museumsraumes anbietet. Bewegung und Wahrnehmung spielen dabei ebenso eine Rolle wie die spielerische Erkundung der vom Künstler entwickelten Formen.

Stratmann hat Module/Essen aus verzinktem Eisen und Eisenblech geschaffen. Jeweils zwei Sitzmöbel auf Rollen sind über eine bewegliche Querstange miteinander verbunden. Sie variieren in der Sitzhöhe und der Farbe der kreisrunden Sitzflächen; jeder Höhe ist dabei eine bestimmte Farbe zugeordnet: 19 cm/Grün (Kinderstuhl); 30 cm/Gelb (Hocker); 45 cm/Blau (Stuhl); 70 cm/Rot (Barhocker). Von diesen vier Varianten gibt es jeweils fünf Exemplare, die in wechselnden Kombinationen die insgesamt zehn Module bilden. Die Module sind als interaktive Objekte konzipiert und können in den Zwischenräumen des Neubaus benutzt und bewegt werden. Veit Stratmann versteht das Foyer als einen Transitraum, in dem sich die Besucherinnen und Besucher in ihrem Verhalten und ihren Erwartungen an das Museum anpassen und sich aktiv auf die Begegnung mit Kunst vorbereiten. Durch die Aufstellung der Module im Foyer des Museums bleibt unklar, um was es sich bei den Objekten handelt. Dass die Module/Essen nicht sofort als Kunst (an)erkannt werden, ist für Stratmann wichtig, weil dadurch das Angebot, sie zu nutzen, noch wirksamer wird: Die interaktive Geste des Sich-in-Bewegung-Setzens geht der ästhetischen Wahrnehmung voraus. Die unterschiedlichen Sitzhöhen und wechselnden Standorte ermöglichen die Erfahrung unterschiedlicher Sichtweisen auf Architektur und Kunst und zugleich lenken sie den Blick auf die (nicht nur räumlichen) Verhältnisse der Besucherinnen und Besucher zueinander.
Pressemitteilung


Weitere Informationen: museum-folkwang.de