Minority Report oder Mörder der Zukunft - Live-Film in Dortmund

Björn Gabriel | © Birgit Hupfeld
Björn Gabriel | © Birgit Hupfeld
WDR 3 Kulturtipp: 

Ein Live-Film von Klaus Gehre
nach Steven Spielberg und Philip K. Dick

Washington D.C. in einer nahen Zukunft. In der Stadt hat es seit sechs Jahren keinen Mord mehr gegeben. Grund dafür ist ein polizeiliches Frühwarnsystem namens PRECRIME – eine Synthese aus antikem Orakel und Computertechnik: Der PRECOG Agatha, ein quasimenschliches Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten, entwirft Algorithmen, die unter Zugriff auf riesige Datenberge Ort, Tatzeit und Täter voraussagen können. Der Leiter von PRECRIME, John Anderton, nimmt die zukünftigen Mörder dann fest – mitunter sogar noch bevor der Täter weiß, was er tun wird.

Jetzt soll PRECRIME landesweit eingeführt werden – doch gibt es Zweifel an der ethischen und juristischen Haltbarkeit. Darf man so viele Menschen präventiv einsperren, obwohl sie faktisch kein Verbrechen begangen haben? Danny Witwer, eine Beamtin vom Justizministerium rückt Anderton mit kritischen Fragen auf die Pelle. Der bewegt sich ohnehin am Rand des Abgrunds: Seit dem Verlust seines Sohnes ist er depressiv und drogenabhängig. Und dann der Schock: Agatha sagt einen vorsätzlichen Mord an einem Unbekannten namens Leo Crow voraus. Der Täter: John Anderton selbst.

Der Polizist muss fliehen. Er sieht sich als Opfer einer Intrige. Um herauszufinden, ob es einen Ausweg für ihn gibt, sucht er Dr. Iris Hinemann auf, die Erfinderin von PRECRIME. Hinemann erzählt dem fassungslosen Polizisten von der Existenz sogenannter MINORITY REPORTS in Agatha, Minderheiten-Berichte, die eine alternative Zukunft vorschlagen – aber von den PRECRIME-Algorithmen vorsätzlich ignoriert werden. Andertons Weltbild bricht zusammen wie ein Kartenhaus. Hat er Unschuldige verhaftet? Was hat es mit diesem merkwürdigen Fall „Anne Lively“ auf sich, der offenbar vertuscht werden sollte? Und wird er Leo Crow töten? Hat er eine Wahl?

 

Steven Spielbergs Film (2002) und umso mehr Philip K. Dicks Kurzgeschichte (1956) waren visionär. „Fast alles, was man in dem Film vor zehn Jahren sehen konnte, ist heute Fakt“ (John W. Whitehead, Autor und Menschenrechtler).

MINORITY REPORT oder MÖRDER DER ZUKUNFT ist die zweite Dortmunder Theaterarbeit im Geiste des Manifests DOGMA 20_13, ein Zusammenschluss von Dortmunder Theaterschaffenden anlässlich der Inszenierung von DAS FEST (2013).

 

Das Programmheft 3.0 zu Minority Report finden Sie auf dem Blog des Schauspiel Dortmund.

Spielzeiten und Karten finden Sie auf der Website des Schauspiel Dortmund.