Martin Schläpfer mit dreiteiligem Tanzabend im Opernhaus Düsseldorf

Martin Schläpfer: ein Wald, ein See – Boris Randzio, Ann-Kathrin Adam (Foto: © Gert Weigelt)
Martin Schläpfer: ein Wald, ein See – Boris Randzio, Ann-Kathrin Adam (Foto: © Gert Weigelt)
WDR 3 Kulturtipp: 
Moves / Jerome Robbins
ein Wald, ein See / Martin Schläpfer

b.22

Opernhaus Düsseldorf
Freitag, 22. Mai 2015
19:30 - 22:30 Uhr
/ Premiere

Dauer b.22: ca. 3 Stunden, zwei Pausen

Weitere Informationen und Tickets: www.operamrhein.de

Martin Schläpfer hat einen musikalisch vielschichtigen Abend konzipiert: Er beginnt mit seinem neuen Ballett „verwundert seyn – zu sehn“ zu Klaviermusik von Franz Liszt und Alexander Skrjabin. Live am Flügel stellt der Pianist Denys Proshayev, der regelmäßig große Konzertsäle füllt und mit ausgezeichneten CD-Einspielungen Aufsehen erregt, Franz Liszts Grande Valse di bravura „Le bal de Berne“ Alexander Skrjabins Klaviersonaten Nr. 6 und 10 gegenüber.  
 
Es folgt ein Stück, das zum Hörerlebnis wird, obwohl es gänzlich auf Musik verzichtet: In „Moves – A Ballet in Silence“, Jerome Robbins‘ neoklassischem Meisterwerk aus dem Jahre 1959, erzeugen die Tänzer mit Knallen und Schleifen der Schuhe und Klatschen der Handflächen auf die Oberschenkel ihren eigenen Soundtrack.  
 
Schließlich kommt Paul Pavey mit seinem vielseitigen Schlag- und Blas-Instrumentarium ins Spiel: Fremde, live gespielte Instrumentalklänge mischen sich mit rauem Obertongesang und elektronischen Zuspielungen und fügen sich zu einer Klanglandschaft, die Martin Schläpfer mit seinen 19 Tänzerinnen und Tänzern auf der Bühne durchstreift: Sein Stück „ein Wald, ein See“, das der Ballettdirektor 2006 für das ballettmeinz entwickelte, führt in eine archaische Welt voll wilder und poetischer Dunkelheit.