Jürgen Klauke – Selbstgespräche. | Max Ernst Museum Brühl des LVR

WDR 3 Kulturtipp: 

Zeichnungen 1970–2016

Noch bis zum 16. Juli 2017!


Vom 26. März bis 16. Juli 2017 gibt die Ausstellung »Jürgen Klauke – Selbstgespräche. Zeichnungen 1970–2016« erstmalig einen retrospektiv angelegten Überblick über das zeichnerische Werk des Künstlers, das vier Jahrzehnte überspannt.

Die Präsentation von rund 400 Werken zeigt die Entwicklung von den frühen, »erotographischen« Zeichnungen mit Tagebucheintragungen bis zu den großen, farbigen Gouachen und umfangreichen, in schwarz-weiß gehaltenen Zeichnungssuiten. Jürgen Klauke (*1943) setzt sich seit den 1970er Jahren mit gesellschaftlich normierten Geschlechtsidentitäten und sozialen Verhaltensmustern kritisch auseinander und nahm damit aktuelle Genderdiskurse vorweg. Er gehört zu den wichtigsten Akteuren der inszenierten Fotografie und gilt als Pionier der Body-Art und Performance. Von 1994 bis 2008 hatte er die Professur für künstlerische Fotografie an der Kunsthochschule für Medien in Köln inne.

Dem »intermediären Aktionisten«, wie sich Jürgen Klauke selbst nennt, geht es bis heute um ein Aufbrechen überkommener Denk- und Bildvorstellungen. Der menschliche Körper steht im Zentrum seines gesamten Werkes, das er als »Ästhetisierung des Existenziellen« umschreibt und das durch eine provokative Kraft gekennzeichnet ist.


Weitere Informationen: maxernstmuseum.lvr.de