Gründungskonzert der "Racines du Temps" bei den Brühler Schlosskonzerten

Racines du Temps (Foto: Veranstalter)
Racines du Temps (Foto: Veranstalter)
WDR 3 Kulturtipp: 

Beethovens Klassiker und eine Rarität

Racines du Temps

Adolphe Blanc (1828–1885)
Septett E-Dur op. 40

Ludwig van Beethoven (1770–1828)
Septett Es-Dur op. 20

Kammermusikalische Feinarbeit und orchestrale Wirkungen: Ein Septett bringt sieben Solisten ›auf einen Streich‹ zusammen. Kammermusik mit der Tendenz zur Kammerorchester-Musik. Das Meisterwerk der Gattung ist Beethovens grandioses Septett aus seiner frühen Wiener Zeit. Vier Streicher (Violine, Bratsche, Violoncello und Kontrabass) verbinden sich mit drei Bläsern (Klarinette, Horn und Fagott). Die gleiche Besetzung fordert das Septett von Adolphe Blanc, einem französischen Komponisten des 19. Jahrhunderts, der erst in jüngster Zeit wiederentdeckt wurde. Kammermusik war die Domäne seines Schaffens in der von Oper und Ballett beherrschten Musikkultur der französischen Romantik. »In diesen Zeiten der seichten Musik in Frankreich eine äußerst seltene Ausnahme«, bewunderte ihn der belgische Musikkenner François-Joseph Fétis. Blancs Rarität und Beethovens Klassiker werden gespielt von einem ganz jungen Ensemble, das in Brühl sein Gründungskonzert gibt. Es sind die Racines du Temps um Chouchane Siranossian, die Konzertmeisterin der Capella Augustina. Sie und ihre Kollegen – allesamt erfahrene Kammer- und Orchestermusiker der Originalklang-Szene wie des ›modernen‹ Musizierens – spielen sowohl auf ›alten‹ als auch auf ›neuen‹ Instrumenten, je nachdem aus welcher Zeit das jeweilige Werk stammt. Dabei stehen Wiederentdeckungen und unbekannte Werke im Zentrum der Repertoireplanung. Die Racines du Temps bei den Brühler Schlosskonzerten – ein Debüt-Konzert, das eine spannende Erstbegegnung zu werden verspricht. Auch der WDR wird Zeuge dieses historischen Moments sein und das Konzert im Radio senden.

Fr 29.05.2015   20.00 Uhr
Sonderkonzert | Schloss Augustusburg, Treppenhaus

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