Deutsche Strumpfdynastien | LVR-Industriemuseum Ratingen

Blick auf die Foto-Wand mit verschiedenen Strümpfen in der Ausstellung | Foto: © Maik Kern
Blick auf die Foto-Wand mit verschiedenen Strümpfen in der Ausstellung | Foto: © Maik Kern
WDR 3 Kulturtipp: 

Maschen, Mode, Macher

21. Mai 2017 bis 22. Dezember 2017


Das weibliche Bein mit hauchzartem Strumpf gilt bis heute für viele als Inbegriff des sinnlich Begehrenswerten. Dabei rührt der erotische Reiz gerade aus dem Spannungsfeld zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. Der Strumpf verführt, weil er andeutet, wo er aufhört. Die Ausstellung „Deutsche Strumpfdynastien – Maschen, Mode, Macher“ zeigt seit dem 21. Mai 2017 in der Textilfabrik Cromford, wie sich die Strumpfmode in den letzten 200 Jahren verändert hat: vom handgestrickten Strumpf des 18. Jahrhunderts über die verführerischen „Nylons“ bis zur bequemen Socke. Sie erzählt die Geschichte des Strumpfes nicht nur aus mode- und kulturhistorischer Perspektive, sondern nimmt auch berühmte Hersteller in den Blick. Mitmachstationen laden ein, so manches Geheimnis rund um den Strumpf aufzudecken. Besucherinnen und Besucher erfahren zum Beispiel, wie viele Kilometer eine Socke zurücklegt und wohin die Strümpfe in der Waschmaschine verschwinden.

Die Ausstellung vermittelt die Faszination des so vielfältigen Produktes Strumpf auf über 500 Quadratmetern und verteilt über drei Etagen. Im Zentrum der vom Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg konzipierten Schau stehen die Macher: die Unternehmer, die mit technischer Innovationskraft, unternehmerischer Weitsicht und kreativem Marketing ihre Branche zum Erfolg führen. Waren früher Unternehmerdynastien wie die Esches, Bahners oder Kunerts tonangebend, so prägen heute die Falkes nicht nur in Deutschland das Bild der ganzen Branche. Jeder dieser prägenden Familien widmet die Ausstellung ein eigenes Kabinett.


Weitere Informationen: www.maschen-mode-macher.lvr.de